Lady Olave Baden Powell (1889 – 1977)

Nach dem Baden Powell 1907 das Pfadfindertum „ausprobiert“ hatte und sein Buch „Scouting for Boys“ überall begeistert aufgenommen worden war, wurde der sowieso viel beschäftigte General auf eigenen Wunsch von König Eduard VII. für seine Jugendbewegung freigestellt. Von nun an bereiste er viele Länder und wunderte sich nicht schlecht, das auch Mädchen in Pfadfinderkluft auftauchten und dabei sein wollten.


Am 3. Januar 1912 bestieg er in Southampton ein Schiff um sich auf eine große Weltreise zu begeben. Er wollte Pfadfinder in Japan, Australien, Neuseeland, den Westindischen Inseln, in Südamerika, den USA und Panama besuchen. Bedenkt man die damaligen noch recht einfachen Kommunikationsmöglichkeiten, so ist diese Entwicklung innerhalb von wenigen Jahren ein gigantischer Beweis für die Faszination, die von seiner Idee ausging (und noch immer ausgeht).
Baden Powell, der nie Zeit für das zarte Geschlecht hatte, traf an Bord ein Wesen, das ihm „wie eine Bombe“ ins Herz fuhr. Der erfahrene Spurenleser sah eine junge Frau, die er von hinten am Gang erkennend als eine Dame einordnete, die er ungefähr zwei Jahre zuvor mit einem braun-weiß gescheckten Hund, auch von hinten, hatte an seiner Kaserne vorbeigehen sehen. Er sprach sie an und es stellte sich heraus, dass es Olave St. Clair war, die Tochter eines Bierbrauers, die ebenfalls auf Weltreise ging. Sie war 22 Jahre alt und auf den Tag genau 32 Jahre jünger als der damals 55 Jahre zählende Baden Powell. Sie verlobten sich noch auf dem Schiff und heirateten sofort nach der Rückkehr am 30. Oktober 1912 in Parkstone, in der Kirche einer kleinen Gemeinde in der Grafschaft Dorset. Um diese Hochzeit ranken sich inzwischen wunderbare Geschichten, von der nun diese hier angesprochen wird: Einer der besonderen Gäste war General Botha, der in den Kämpfen in Afrika lange BiPi´s Gegner war. In seinem Toast brachte er der schönen jungen Braut seine Bewunderung dafür um Ausdruck, das sie etwas geschafft habe, was ihm nie gelungen sei, nämlich Baden Powell „gefangen“ zu nehmen. Nun hatte Baden Powell in dieser Frau eine große Stütze, auch was das Pfadfindertum betraf.



Da wir in der EPG mit großer Überzeugung kleine und große Pfadfinderinnen und Pfadfinder haben, soll das Wirken dieser außergewöhnlichen Pfadfinderführerin entsprechend gewürdigt werden, zumal sie auch nach dem Tod von BiPi sich um sein Lebenswerk mit Hingabe für Jungen und Mädchen sowie Männer und Frauen gekümmert hat. Es scheint wichtig, dass dieser geniale Mann einen liebenden Menschen an seiner Seite wusste, der ihm in jeder Beziehung den Rücken stärkte. Olave schenke Baden Powell drei Kinder: Am 30.10.1913 den Sohn Peter (Name suchte BiPi nach Peter Pan aus), am 1. Juni 1915 die erste Tochter Heather Grace und am 16.04.1917 die zweite Tochter Betty St. Clair.

In dem Buch „Wind of my Heart“ ist Lady Olaves Autobiographie erschienen.

Sie stirbt am 25. Juni 1977 und ruht nun im Grab in Nyeri in Kenia, bei ihrem Mann.





 

 

 

 

 






 

 

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